Fußpfleger/in werden: Ausbildungsfakten

Mit einer Ausbildung zum/zur FußpflegerIn/ PodologIn übernimmst du die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden deiner Kunden.
Wir haben dir auf den folgenden Seiten alle Fakten und Informationen zu Arbeit und Ausbildung in diesem spannenden Berufsfeld der Podologie zusammengestellt. Beginnen wir zunächst mit der Antwort auf die Frage, welche Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder es für FußpflegerInnen/ PodologInnen gibt.

 

Aufgaben von FußpflegerInnen

Die Aufgaben der FußpflegerInnen orientiert sich an der jeweiligen persönlichen Fachrichtung und natürlich auch an den Kundenwünschen. Die wichtigsten Aufgaben findest du hier:

  • Pflege der Füße, Zehen und Zehennägel
  • Pflege der Beine
  • Behandlung von Deformationen im Bereich des Fußes
  • Entfernen von Hautveränderungen / Verhärtungen
  • Kundenberatung
  • Verkauf

 

Tätigkeitsfelder

Als FußpflegerIn arbeitest du in verschiedenen Bereichen. Wir haben einige Beispiele für dich herausgesucht und in der folgenden Liste aufgezählt.

  • Fußpflege- und Kosmetiksalons
  • Spitäler / Krankenhäuser
  • Kuranstalten
  • Alters- und Pflegeheime
  • Selbstständige Arbeit für private KundInnen

 

Berufs- und Zukunftschancen als FußpflegerIn in Österreich

Die Chancen als FußpflegerIn einen Job in Österreich zu finden und diesen über einen gewissen Zeitraum ausüben zu können sind recht günstig. Insbesondere die Möglichkeit, sich als FußpflegerIn selbstständig zu machen bietet für viele Ausgebildete eine Möglichkeit, die eigene Karriere zu steuern.
Wie in allen Berufsfeldern die mit Menschen arbeiten, ist auch bei FußpflegerInnen nicht davon auszugehen, dass Automatisierung oder eine Veränderung in der demographischen Zusammensetzung der Gesellschaft die Zukunftschancen des Berufsfeldes trüben.
Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildungen und die Chance, als Selbstständige/r zu arbeiten machen den Arbeitsbereich Fußpflege durchaus attraktiv.

 

Werde ich als FußpflegerIn reich?

Grundsätzlich ist die Arbeit in der Fußpflege nicht als finanziell besonders lohnend bekannt. Natürlich gibt es aber Ausnahmen und gerade bei Selbstständigen Unternehmern, welche sich im Laufe des Berufslebens ein großes Mitarbeiter- und Kundennetz aufgebaut haben, sind die Gehaltschancen nicht schlecht.
Wir haben dir in der folgenden Übersicht eine Beispielrechnung aufgeführt, um dir ein Gefühl zu geben, wie das Gehalt in etwa aussehen könnte.
Wie immer sei darauf hingewiesen, dass Veränderungen im persönlichen Lebensumfeld und andere individuelle Faktoren deine tatsächliche Gehaltshöhe maßgeblich beeinflussen können.

Übrigens: Die Lehrlingsentschädigungen entsprechen in der jeweiligen Höhe der des Friseurhandwerks.

  • Lehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr: 540 Euro
  • Lehrlingsentschädigung im zweiten Lehrjahr: 632 Euro
  •  Einstiegsgehalt: ca. 1.390 Euro

 

Werde ich als FußpflegerIn glücklich?

Ob der Beruf beziehungsweise die Ausbildung zum/zur FußpflegerIn für dich erfüllend ist und ob du im Beruf glücklich wirst, kannst natürlich nur du selbst beantworten. Wir haben dir jedoch ein paar Argumente zusammenstellt, die aufzeigen, warum der Beruf grundsätzlich geeignet ist, dich glücklich zu machen.
Im Allgemeinen kann man behaupten, dass die Arbeit als FußpflegerIn zwar anstrengend sein kann, jedoch der Kontakt mit Menschen und die Möglichkeit, diesen zu helfen etwaige Anstrengungen ausgleichen können.

Übermäßige Stressbelastungen sind im Bereich der FußpflegerInnen eher ungewöhnlich und nicht so weit verbreitet, wie bei anderen Berufen.
Die Arbeitszeiten in der Fußpflege richten sich meist an die jeweiligen Öffnungszeiten bzw. Kundenbetreuung. Eine Arbeit im Schichtdienst, Rufbereitschaften oder Wechselschichten sind in der Fußpflege unüblich. Der so entstehende regelmäßige Tagesrhythmus erleichtert es, zu einer guten Work-Life-Balance zu finden.

Die Arbeitsumgebung in der Fußpflege ist daneben möglichst angenehm für den Kunden gehalten: Lärm, Stress und Hektik stehen dem Berufsbild entgegen. Das kommt natürlich auch den FußpflegerInnen zu Gute.

 

Zielgruppe der Ausbildung zum/zur FußpflegerIn

Die Voraussetzungen, um als FußpflegerIn arbeiten zu können haben wir dir im Folgenden in zwei übersichtlichen Tabellen aufgeführt und in zwei Bereiche aufgeteilt. Im ersten werden dir die notwendigen fachlichen Kompetenzen genannt, im zweiten Bereich geht es um die persönlichen Qualifikationen.

Fachliche Voraussetzungen
  • Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht
  • Alter ab 15 Jahre

 

Fachliche Voraussetzungen
  • Persönliche Anforderungen
  • Sorgfalt
  • Offenes Auftreten und Kommunikationsgabe
  • Diskretion
  • Hygienebewusstsein

 

Inhalte der Ausbildung zum/zur FußpflegerIn

Die Ausbildung zum/zur FußpflegerIn dauert in der Regel zwei Jahre und umfasst diverse verschiedene Ausbildungsthemen und Inhalte. Welche Inhalte in der jeweiligen Ausbildung genau durchgenommen werden und was für Zusatzinhalte vermittelt werden, hängt von der jeweiligen Lehre ab. Teilweise werden auch Themen wie Fußpflege und Kosmetik gemeinsam ausgebildet – so erweitert sich die fachliche Kompetenz der FußpflegerInnen und macht sie für die Arbeit in einem Kosmetiksalon fit.

Das sind die Big Points der Ausbildung:

  • Fußmassagen, Beinmassagen
  • Kräuteranwendungen und das Verabreichen von Fußbädern mit unterschiedlichen Wirkungen
  • Nagelveränderungen und Deformationen behandeln
  • Zehennägeln schneiden, feilen und lackieren
  • Schwielen, Verhärtungen, Hühneraugen und verhornte Hautstellen erkennen und entfernen
  • Umgang mit Skalpell und anderen Instrumenten

 

Am Ende der Ausbildung steht eine Lehrabschlussprüfung. Mit dem Bestehen dieser Prüfung sind die AbsolventInnen berechtigt, die Berufsbezeichnung „FußpflegerIn“ zu tragen und selbstständig zu arbeiten oder in einem Fußpflege- und Kosmetiksalon oder ähnlich zu arbeiten.

 

Tipps zur Bewerbung für die Ausbildung zum/zur FußpflegerIn in Österreich

Du interessierst dich für den Einstieg in ein Ausbildung zum/zur FußpflegerIn? Wir haben dir einige wichtige Tipps für deine Bewerbung herausgesucht und aufgeschrieben.
Ein Beruf in der Fußpflege erfordert neben menschlichem Einfühlungsvermögen auch Qualitäten wie Sorgfalt und Akribie. Deine Begeisterung für den Umgang mit Menschen und dem Verlangen danach, diesen Menschen helfen zu können, solltest du möglichst zentral in deiner Bewerbung herausheben.
Zur Arbeit als FußpflegerIn gehört jedoch auch, dass eine gewisse Diskretion an den Tag gelegt wird und dass es selbstverständlich ist, mit Dritten über den einzelnen Kunden nicht zu sprechen.
Teamfähigkeit und höfliches Auftreten sollten gerade im Kontakt mit Kunden und Kollegen selbstverständlich sein.
Ansonsten ist es immer ratsam, deine Bewerbung so ehrlich wie möglich zu verfassen.

Dein Bewerbungsschreiben und die Motivation stehen? Dann brauchst du dich nur noch auf den folgenden Seiten nach einer offenen Ausbildungsstelle umsehen. Wir haben dir Anbieter für Ausbildungen und Kurse für angehende FußpflegerInnen zusammengestellt.

 

Welche Anbieter bieten diese Ausbildung an?

 

Andere Möglichkeiten: Quereinstieg, Studium oder Fernstudium

Auch wenn du bereits einem Beruf nachgehst und dich umorientieren oder auf die Fußpflege spezialisieren möchtest, bieten dir unterschiedliche Anbieter verschiedene Möglichkeiten dazu.
Gerade für gelernte KosmetikerInnen ist der Schritt in Richtung Fußpflege häufig mit einer Aufschulung möglich und kann die persönliche Bandbreite an Fähigkeiten erweitern.
Große deutschsprachige Ausbildungsinstitute wie das ILS bieten Fernlehrgänge für den Bereich Fußpflege an. Hier findest du einige Links zu den entsprechenden Anbietern:

 

Für weitere Anbieter von Fernstudiengängen, Ausbildungen und Kursen empfehlen wir dir eine ausgiebige Suche auf den entsprechenden Plattformen im Internet.

 

Ausbildung zum/zur FußpflegerIn in Österreich – Fazit

Als FußpflegerIn zu arbeiten kann dich in unterschiedliche Fachbereiche tragen und du hast die Möglichkeit, deine persönliche Karriere selbst zu gestalten und dich mittels weiteren Zusatzqualifikationen zu spezialisieren.

Wir hoffen, du hast in unserem Artikel alle Informationen gefunden, die du für deinen weiteren Weg benötigst und wünschen dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung und Ausbildung!