Wann muss ich mich nach der Matura arbeitslos melden?

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Nach der Matura bietet sich dir die Möglichkeit, dich selbst zu verwirklichen, die ersten Schritte in einem einzigartigen Lebensweg zu gehen und neue Dinge auszuprobieren. Für einen großen Teil der Absolventen in Österreich bedeutet dies, dass sie sich zunächst etwas Ruhe gönnen und nicht direkt an neue Aufgaben herangehen. Ein freiwilliges Jahr, womöglich ein Aufenthalt im Ausland und ein Nebenjob für das erste selbst verdiente Geld sind gern genutzte Möglichkeiten.

Doch was ist zu beachten, wenn auf dem Papier eigentlich eine Zeit der Arbeitslosigkeit vorhanden ist? Wir werfen einen Blick auf die Frage, wann die Meldung unumgänglich wird.

 

Verschiedene Möglichkeiten nach der Matura

Tatsächlich ist die Frage, wann nun die Meldung der Arbeitslosigkeit zu erfolgen hat, individuell zu beantworten. Hier hängt besonders viel von der Frage ab, welche Beschäftigung nach dem erfolgreichen Abschluss eingeschlagen wird. In den ersten vier Monaten gilt für jeden Absolventen zunächst einmal eine Erholungspause. Über diesen Zeitraum ist es nicht notwendig, sich arbeitslos zu melden, da die sommerliche Pause als unumgänglich angesehen wird. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass in dieser Zeit auch das Kindergeld normal ausbezahlt wird. Erst nach dem Ablauf dieser Frist ist es notwendig, neu über die Situation nachzudenken.

Zunächst gibt es eine ganze Reihe von Tätigkeiten, für die eine Art Arbeitsvertrag unterschrieben wird, wodurch die Meldung beim Amt ohnehin hinfällig ist. Dies gilt zum einen für freiwillige Tätigkeiten, die im Jahr nach der Matura angeboten werden. Wer sich auf diese Weise ehrenamtlich engagiert, verfügt damit über eine Tätigkeit, die sich außer im Hinblick auf das Gehalt nicht von einem regulären Job unterscheidet. Bis zum Ablauf des Vertrags ist es aus dem Grund nicht notwendig, dass du dich arbeitslos meldest. Das gleiche gilt für den Fall, dass zunächst ein kleiner Job angenommen wird, um die persönliche Kasse zu füllen. Dies kann zum Beispiel das Ziel sein, wenn der Weg ins Ausland zu einer längeren Reise eingeschlagen werden soll. Um die dafür erforderlichen finanziellen Mittel zu erhalten, wird bei der betreffenden Firma ein Vertrag unterschrieben. Das Thema der Arbeitslosigkeit ist in dem Fall natürlich vom Tisch.

Anders sieht die Sache aus, wenn nach der Matura zunächst eine Zeit der Orientierung einsetzt. Wer sich zunächst Ruhe gönnt und eigentlich noch gar nicht genau weiß, welches Studium denn nun eingeschlagen werden soll, muss sich nach der Frist von vier Monaten arbeitssuchend melden. Um dennoch Kindergeld zu erhalten, bis schließlich das neue Ausbildungsjahr oder Semester beginnt, reichen jedoch kleine Tätigkeiten aus. Dies gilt zum Beispiel für Praktika, welche in dieser Phase absolviert werden. Wer nicht dazu in der Lage ist, zumindest auf dem Papier eine solche Tätigkeit vorzuweisen, der muss sich von dem Moment an beim Amt zu erkennen geben.

 

Arbeitslosigkeit und Arbeitslosengeld

Für junge Absolventen der Matura bietet sich mit diesem Schritt noch nicht automatisch die Gelegenheit, Arbeitslosengeld zu erlangen. Dies liegt daran, dass bis dato keine Beiträge geleistet wurden, die vom Amt berücksichtigt werden könnten, wenn es um die Berechnung der Bezüge geht. Vielmehr sind finanzielle Pläne zunächst mit dem weiteren Erhalt des Kindergeldes verknüpft. Dieses soll natürlich länger erhalten bleiben, um über den wichtigen monatlichen Zuschuss zu verfügen. Um in späteren Jahren auch das Arbeitslosengeld erhalten zu können, ist in jedem Fall der persönliche Besuch beim AMS erforderlich.

Erst durch diesen Schritt ist es am Ende möglich, das Geld dauerhaft zu erhalten und damit über jene Unterstützung zu verfügen, die die Rückkehr in den Beruf noch einfacher machen soll. Würde ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bestehen, so wird dieser nach den folgenden Parametern berechnet:

  • der Grundbetrag
  • ein möglicher Ergänzungsbetrag
  • eventuell Familienzuschläge

 

Kein Mangel an Beschäftigungen

Per se ist festzuhalten, dass es nach der Matura nicht an Möglichkeiten fehlt, um zu einem geregelten Anschluss zu kommen. Für den Zweck ist es gar nicht notwendig, sich direkt in eine Ausbildung oder ein Studium zu stürzen. Wer sich noch nicht darüber im Klaren ist, welcher Weg nun im Detail eingeschlagen werden soll, der kann sich noch immer für die verschiedenen ehrenamtlichen Dienste bewerben. Dort bietet sich die Chance, einen neuen Blick auf das Leben zu werfen, eine neue Aufgabe kennenzulernen und in dieser Zeit wichtige Eindrücke zu sammeln, die für den späteren Karriereweg in jedem Fall dienlich sein können.

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